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Darminfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Man kann davon ausgehen, dass 95% unserer Kinder in den ersten Lebensjahren einen Darminfekt bekommt. Durch den oft hohen Flüssigkeitsverlust sind Säuglinge besonders stark betroffen. Zunehmende Apathie, Trinkunwilligkeit bis hin zu Krämpfen und Schock mit Todesfolge können die traurigen Konsequenzen sein (ca. 300 Todesfälle pro Jahr in Europa und 400 000 weltweit).

Linktipp: http://www.dr-med-mayer.at/durchfall-kind.html

Ein Großteil der Darminfektionen wird dabei durch Rotaviren ausgelöst. Diese Erreger werden durch Schmierinfektion oft epidemieartig in Kindergärten und Schulen übertragen. Einmal im Körper angelangt befällt das Rotavirus die Darmschleimhaut, wodurch es zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen und schweren wässrigen Durchfällen kommt. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr kommen hygienische Maßnahmen wie Händedesinfektion teilweise zu spät.

Seit 2006 gibt es auch in Österreich die Möglichkeit zur Vorsorge mit den Impfstoffen Rotarix oder Rotateq, welche einen hohen Grad an Schutz gegen das Rotavirus gewährleisten. Der Impfstoff wird in Form einer Schluckimpfung zwei bis dreimalig im Abstand von vier Wochen verabreicht, wobei die Impfserie im Abstand von 26 Wochen abgeschlossen sein sollte.

Der Impfstoff wird nach mehrjähriger Beobachtung ausgezeichnet vertragen. Als seltene Nebenwirkungen kann es kurzfristig zu leichtem Durchfall und etwas Fieber kommen. Nach Abschluss der Impfserie liegt der Schutz gegen Pneumokokken bei rund 98%.

Angesichts von 130000 Erkrankungsfällen und 4000 Spitalseinweisungen in Österreich pro Jahr stellt die Impfung gegen das Rotavirus eine ausgezeichnete Behandlungsoption da. Bei weiteren Fragen wird ihr Arzt Sie sicherlich gerne beraten.

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